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Der Prolog der Chroniken von Mornea bildet den Auftakt der Kampagne und ist in drei Kapital unterteilt.

Das erste Kapitel wird am 31. März starten, das zweite am 20. April und das dritte am 11. Mai. Das dritte Kapitel endet am 31. Mai. Da dies der Prototyp der Kampagne ist und das Galleon-Netzwerk außerhalb Frankreichs erst aufgebaut wird, werden nur Ergebnisse aus Frankreich auf der Website abrufbar sein. 

Während der gesamten Dauer des Prologs werden wir uns der Entdeckung Morneas in einer Geschichte widmen, die alle existierenden Fraktionen beinhalten wird. Jedes Kapitel wird ein neues Szenario einführen, das mit der Geschichte verbunden ist, und die Entwicklung des Alkemy-Universums fortschreiben.

larig war nun seit einigen Tagen in den verschlungenen Gängen des Tellurianischen Labyrinths umhergewandert. Die Luft war schlecht und stickig, mit einem Geruch von Schimmel und Schwefel. Die allgegenwärtige Dunkelheit wurde nur mit Mühe vom umhertanzenden Licht seiner Fackel durchbrochen. Um alles noch schlimmer zu machen ließen plötzliche Geräusche, die die Gänge hinunterhallten, sein Herz nicht zur Ruhe kommen.
Wie war er nur auf diese verrückte Idee gekommen? Angetrieben vom Traum alte Reliquien und wertvolle Artefakte zu entdecken, hatte er den Reden eines halb verrückten Avalonischen Mönchs geglaubt und nun war er in den Tiefen der Morgenberge so gut wie verloren. Warum hatte er sein Leben für einen Schatz aufs Spiel gesetzt, der vermutlich nur in den weingetränkten Träumen eines wahnsinnigen Priesters existierte? 

Er rastete für einige Augenblicke um sich auszuruhen und seinen Herzschlag zu beruhigen. Er warf einen kurzen Blick auf den Lederbeutel, in dem sich seine stetig schwindenden Vorräte befanden, schon sehr bald würde er seinen eigenen Spuren zurück nach Burg Kaisealta folgen müssen.
Während er sich ausruhte, fiel sein Blick auf einen schmalen Durchgang im Fels. Vermutlich hätte er ihm keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt, wenn die Flamme seiner Fackel nicht Schatten in Form verschlungener Buchstaben auf der Oberfläche des Felsens hervorgerufen hätte. Als er näher heranging, stellte er fest, dass der Fels tatsächlich sehr fein und sauber behauen war. Er holte ein kleines Notizbuch aus seinem Lederbeutel hervor und rückte noch näher heran, um die Zeichen zu entziffern. Er erkannte, dass der Durchgang in Wahrheit ein kleiner Tunnel war, der in den Berg hinein führte, doch seine Fackel war nicht hell genug, um das Ende der Passage zu erreichen. Sein Herz raste erneut, doch diesmal nicht aus Furcht, sondern vor Aufregung. Vielleicht war der alte Mönch doch nicht so verrückt gewesen, wie er gedacht hatte. Alarig packte sein Notizbuch weg und betrat den stickigen Tunnel, die Fackel voraus. 

Während er vorsichtig den Tunnel entlang ging entdeckte er immer wieder Adern alchemistischer Steine in den Felswänden. Er hatte an diesem Ort schon früher alchemistische Steine gesehen, aber diese waren ihm neu. Sie leuchteten rötlich im Schein seiner Fackel und Alarig fühlte Wärme, die von ihnen ausgestrahlt wurde.
Der lange Gang war nun immer wieder mit kleinen Wasserpfützen bedeckt, so dass er vorsichtiger weitergehen musste um nicht auf den glitschigen Felsen auszurutschen. In seiner Aufregung schien es ihm, als würde er stundenlang durch den Gang wandern, der ihn tiefer und tiefer in die Eingeweide Morneas führte. Schließlich endete der enge Tunnel und mündete in einen größeren Raum. Er entdeckte eine große Eisentür, die in seltsamen und verwirrenden Farben leuchtete und mit mystischen Runen bedeckt war. Er hatte endlich etwas gefunden. 

Langsam streckte er eine zitternde Hand nach der Türe aus und berührte sie vorsichtig mit den Fingerspitzen. Die Tür vibrierte sanft und fühlte sich ein bisschen warm an. Er gab der Tür einen Stoß und sie öffnete sich in einen kleinen Raum, dessen Luft deutlich trockener war als die, die er in den vergangenen Tagen geatmet hatte. Er erblickte ein Lesepult, mehrere Bücherregale, auf denen Bücher und Pergamentrollen verstreut lagen. Ein Buch zog seine Aufmerksamkeit in besonderem Maße an – es war größer als die anderen Bände. He ergriff es und bemerkte wie schwer es war, als er es auf das Lesepult wuchtete. Er blätterte durch die Seiten durch und schnitt sich beinahe, als er bemerkte, dass jedes Blatt aus hauchdünnem Metall bestand.
Vorsichtig öffnete er das Buch auf der ersten Seite – dort fand er ein Dickicht unbekannter Symbole vor und quer über die Seite war mit blutroter Schrift ein Satz gekritzelt:

«Wenn der Narr seine Reise vollendet, wird sich der Pfad zu den Schatten auftun.»

Er hielt einige Momente inne um seine Gedanken zu ordnen, doch plötzlich wurde er von einem Knurren oder schnaubenden Geräusch unterbrochen, das aus einer der Ecken des Raumes zu kommen schien. Alarig entschied, dass dies ein guter Moment war, den Ort zu verlassen und zog sich zum Tunnel zurück. Seine Schritte waren leicht und sicher, getragen von der Aufregung über seine Entdeckung.

Die Folgenden Szenarien werden benützt: